Prof. Dr. Kai Frobel freute sich über die Einladung ins Dekanat Hof. Er trägt gerne die Bezeichnung „Vater des Grünen Bands“ und erzählte vom entscheidenden Abend im Dezember 1989, als rund vierhundert Naturschutz-Aktive aus ganz Deutschland auf Einladung hin nach Hof kamen. Sie besprachen sich zum Thema „Artenvielfalt“ entlang des Grenzstreifens und vereinbarten, dass an der innerdeutschen Grenze weiterhin weder Bebauung noch Landwirtschaft genehmigt werden solle. Das „Grüne Band“ ist heute ein deutschland- und europaweiter Streifen, der 2018 als „Nationales Naturmonument“ zum Schutz einer wertvollen Landschaft und ihrer Biodiversität ausgewiesen wurde. Es beherbergt viele seltene und bedrohte Tier- und Pflanzenarten und ist historisch auch für Menschen bedeutsam. Es ist ein lebendiges Denkmal, das an die Teilung Deutschlands und die Überwindung erinnert.
Die nächste EEB - Veranstaltung zum Thema „Grünes Band“ soll noch mehr die Kirchengemeinden in den Blick nehmen – stellte Heidi Sprügel am Ende des Vortrags in Aussicht. Beim Schutz einer Landschaft gehören Natur und Kultur eng zusammen. Die Bewahrung der Schöpfung, Frieden und Gerechtigkeit sind Kernanliegen für Christinnen und Christen. Wie ein Engagement vor Ort weiter belebt werden kann, ist eine Frage, die für die EEB Hochfranken/ Hof einen hohen Stellenwert hat.